Baccarat online spielen – ein Guide für Einsteiger

Der Tisch und die Regeln im Baccarat Spiel

Baccarat ist ein Spiel, das mit Roulette und Blackjack oft in einem Zug genannt wird – selbst in Live Casinos wird es vielfach angeboten. Und doch: Während so gut wie alle Menschen die Regeln von Roulette und Blackjack beherrschen (selbst die, die noch nie ein Casino besucht haben), ist Baccarat die große Unbekannte.

Allenfalls der Name ist manchen ein Begriff: „Ja, hab ich schon mal von gehört“, ist kein seltener Satz, wenn es um Baccarat geht.

Das ist aber eigentlich unglaublich schade, denn Baccarat ist ein äußerst unterhaltsames Spiel, das davon absieht, dich mit einem komplexen Regelkatalog zu überfordern. Und als wenn das noch nicht reichen würde, ist es auch ein sehr faires Spiel, das den Hausvorteil auf ein Minimum begrenzt.

Im folgenden Guide wollen wir dir das Baccarat Spiel näherbringen. Worauf kannst du setzen? Worauf solltest du setzen? Welche Varianten gibt es und wie unterscheiden sich diese vom Baccarat Klassiker Punto Banco? Wie kannst du ein besserer Spieler werden? All diese und viele andere Fragen haben sich eine Antwort verdient.

Inhaltsverzeichnis

Die verschiedenen Baccarat Varianten

Baccarat ist in den letzten Jahren zu einem Synonym für Punto Banco geworden – hier treten die Spieler gegen das Casino an. Tatsache ist jedoch, dass Baccarat ein äußerst facettenreiches Tischspiel ist und in der Vergangenheit haben die Spieler vor allem gegeneinander gespielt.

In unseren Baccarat Guides geht es vornehmlich um Punto Banco. Das heißt aber beileibe nicht, dass wir andere Varianten verschmähen. Vielmehr ist unser Blick auf die Wirklichkeit gerichtet: Wenn heutzutage Baccarat gespielt wird, handelt es sich fast ausnahmslos um Punto Banco.

Trotzdem wollen wir die Punto Banco Alternativen nicht außen vorlassen. Sie sollen zumindest kurz Erwähnung finden, um dir zu zeigen, wie vielfältig das Baccarat Spiel sein kann. Zwei Varianten sind am bekanntesten (wobei es noch weit mehr gibt) und sollen an dieser Stelle kurz näher vorgestellt werden.

Chemin de fer

Mit „Chemin de fer“ wird in Frankreich die Eisenbahn bezeichnet, es handelt sich aber auch um eine Baccarat Variante. Es gibt einen Croupier, die Rolle der Bank übernimmt jedoch der Spieler, der rechts von ihm sitzt. Der Banker legt den Einsatz fest, um den gespielt werden soll – die anderen Spieler müssen gleichziehen.

Grundsätzlich folgt Chemin de fer den gleichen Regeln wie Punto Banco (die Spielweise haben wir im Regeln Guide ausführlich erläutert). Allerdings werden die Karten zu Beginn verdeckt ausgeteilt und die Spieler müssen sich „erklären“.

Wie sie sich erklären, hängt von der Punktzahl ihrer Karten ab, Ehrlichkeit ist hier Pflicht. Anders als beim Pokern kannst du also nicht bluffen. Wohl aber gibt es eine Wahlmöglichkeit mehr: Bei 5 Punkten kannst du entscheiden, ob du eine weitere Karte ziehen willst. Beim Punto Banco sind Draw und Stand immer vorgegeben. Verliert der Banker seine Hand, schlüpft der Spieler rechts von ihm in seine Rolle.

Baccara banque

Baccara banque ist weitgehend mit Chemin de fer vergleichbar, jedoch mit dem Unterschied, dass die Rolle des Bankhalters verkauft wird. Alle Spieler können mitbieten – der Gewinner der Auktion ist für die Banker Hände verantwortlich.

Aber keine Angst: Den Kaufpreis musst du nicht entrichten, zumindest nicht sofort. Um diesen Betrag wird lediglich gespielt – bist du erfolgreich, behältst du dein Geld.

Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass du Bankhalter bleiben kannst, selbst wenn du verlierst. Das ist jedoch keine Pflicht – du kannst jederzeit aussteigen, selbst bei einer andauernden Glückssträhne.

Baccarat Tische sind vergleichsweise einfach aufgebaut. Grundsätzlich gibt es nur drei Betting- oder Einsatzmöglichkeiten: „Player“, „Banker“ und „Tie“. Dazu kommen Nebenwetten, die mit einer höheren Auszahlung winken, von denen du aber absehen solltest – sie treiben den Hausvorteil in die Höhe, sprich sie räumen dem Casino eine höhere Gewinnchance ein.

Sollte ich auf Player, Banker oder Tie setzen?

Anfänger fahren mit der Strategie, immer auf die Banker Hand zu setzen, am besten. Der Hausvorteil dieser Bet liegt bei schmalen 1,06 %. Allerdings ist nicht sofort offensichtlich, dass dieser Tipp für den Spieler am vorteilhaftesten ist.

Baccarat Anfänger erkennen nach ein paar Runden jedoch, dass sich die Player und Banker Hände in etwa die Waage halten. Sie glauben aber auch, dass die 5 %-Gebühr, die bei einem Gewinn über die Banker Hand anfällt, die Player Bet besser macht. Das ist nicht der Fall.

Durch die Draw Regeln und die Natur des Spiels (dass die Player Hand zuerst „Entscheidungen“ treffen muss) ist die Banker Hand im Vorteil. Nennenswert groß ist der Unterschied nicht – und du machst auch keinen unverzeihlichen Fehler, wenn du auf die Player Hand vertraust. Bei der Player Bet liegt der Hausvorteil für das Casino geringfügig höher bei 1,24 %.

Zu einem Tie – einem Unentschieden – kommt es in etwas weniger als 10 % der Fälle. Oft beträgt die Auszahlung 8:1, in dem Fall hat das Casino einen Vorteil von 14,4 %. Übrigens: Selbst, wenn die Auszahlung bei 9:1 liegt, ist der Hausvorteil immer noch viermal so hoch wie bei Wetten auf die Player und Banker Hände.

Baccarat Strategien

Baccarat Hände und deine Möglichkeiten im Spiel

Nicht wenige Spieler vergleichen Baccarat mit Blackjack. Schließlich geht es in beiden Spielen darum, eine bestimmte Punktzahl zu erreichen, ohne diese zu überschreiten. Im Gegensatz zum Blackjack gibt es auf Grund der Zählweise aber keinen „Bust“, also keine Möglichkeit, sofort zu verlieren.

Auch ist eine Hand wie Ass-Dame beim Baccarat kein Hauptgewinn, sondern eine echte Niete. Bildkarten werden nämlich mit 0 Punkten gewertet, das Ass ist 1 Punkt wert – damit bist du weit von den angepeilten 9 Punkten entfernt.

Die Ähnlichkeit zu Blackjack verleitet Anfänger auch zu der Annahme, dass entschieden werden kann, ob Karten gezogen werden. Das ist nicht der Fall. Ob die Player oder Banker Hand eine dritte Karte zieht, haben die Spielregeln bereits vor hunderten von Jahren festgelegt.

Für die Banker Hand gelten etwa folgende Regeln:

Banker mit:Wenn Player Hand „Stand“:
0-5 PunktenBanker muss eine Karte ziehen
6-7 PunktenBanker darf keine Karte ziehen
8-9 PunktenNatural (Karten werden aufgedeckt)

Die Player Hand

Die Player Hand hat es am leichtesten, weil sie nicht in Abhängigkeit zur Banker Hand steht. Sie muss nach den ersten vier ausgeteilten Karten (die in jeder Spielrunde ausgeteilt werden) als erstes agieren. Du solltest also keine Schwierigkeiten haben, die folgenden Regeln zu verinnerlichen:

0-5 PunkteKarte wird gezogen (außer, Banker gewinnt mit Natural)
6-7 PunkteStand
8-9 PunkteNatural (ebenfalls Stand)

Die Banker Hand

Etwas komplizierter wird es bei der Banker Hand. Die Entscheidung für oder gegen den Draw hängt allein von der dritten Karte der Player Hand ab. Leider gibt es keine eingängige Eselsbrücke, um zu verstehen, wann der Banker warum eine Karte ziehen muss. Die Mathematik dahinter ist schwer verdaulich.

Allerdings ist ein Verständnis auch gar nicht erforderlich – schließlich greifen die Regeln auch ohne dein Zutun. Nur der Croupier sollte wissen, was er tut. Mit gutem Willen und ausreichend Spielzeit wirst du bald aber auch wissen, wann Stand-Pflicht herrscht oder Karten gezogen werden.

In jedem Fall greift die folgende Tabelle (Achtung, es wird schwierig):

Banker Hand nach zwei ausgeteilten Karten (in Punkten)Draw, wenn dritte Karte der Player Hand:Stand, wenn dritte Karte der Player Hand:
0-2Immer Draw
31-7, 9-108
42-71, 8-10
54-71-3, 8-10
66-71-5, 8-10
7Immer Stand
8-9Natural (Karten werden aufgedeckt)

Wie werde ich ein besserer Baccarat Spieler?

Baccarat ist ein Spiel, bei dem du dich im Laufe der Zeit verbessern kannst. Zwar ist es unmöglich, aus dem Glücksspiel eine Gelddruckmaschine zu machen – wohl aber kannst du Bets eingehen, die dir eine höhere Gewinnchance einräumen und solche vermeiden, die das nicht tun.

Befolgst du die folgenden Tipps, hast du an den Tischen (wahrscheinlich) mehr Erfolg:

  1. Lies die Guides und Tipps (wie diese hier), die du auf JohnSlots finden kannst. Sauge das Wissen in dich auf wie in einen Schwamm und verinnerliche es gut.
  2. Kenne die Spielregeln. Das Regelwerk zu Punto Banco ist schnell verstanden, es gibt kaum Möglichkeiten, krasse Fehler zu machen. Andere Baccarat Varianten gewinnen jedoch an Komplexität, mach dich also immer zuerst mit den Regeln vertraut!
  3. Und zu guter Letzt: Baccarat-Meister fallen nicht vom Himmel. Wer das Spiel so gut kennt wie andere ihre Westentasche, hat es meistern gelernt. Das passiert nicht von heute auf morgen. Akzeptiere, dass du Fehler machen wirst – und lerne aus ihnen!

Fazit

Nach der Lektüre unseres Guides hast du sicherlich einiges erfahren, was du noch nicht gewusst hast. Vielleicht – wahrscheinlich sogar – sind aber auch noch ein paar Fragen offengeblieben, weil im Text längst nicht alle Themen behandelt werden können.

Hast du etwa Fragen zum Spielablauf, ist unser Guide zu den Baccarat Regeln einen Blick wert. Darin nehmen wir eine Spielrunde Baccarat genau unter die Lupe.

Wenn du Lust auf Baccarat bekommen hast, spricht auch nichts dagegen, ein paar Runden im Online Casino deines Vertrauens zu wagen. Die Mindesteinsätze sind gering und wenn du immer auf die Banker und Player Hände wettest, machst du bereits fast alles richtig, was du richtig machen kannst.

Fragen und Antworten

FAQs – Häufig gestellte Fragen zu Baccarat

Nicht alles lässt sich in einem Guide unterbringen – und nicht alle Fragen, die sich dir womöglich stellen, sind uns in den Sinn gekommen, damit wir sie beantworten können. Die folgenden FAQs halten deshalb Antworten auf die häufigsten Fragen bereit, die du als Baccarat Einsteiger vielleicht hast.

Abgesehen davon ist es immer lohnenswert, unsere anderen Guides hier auf JohnSlots zu lesen. Das musst du nicht sofort machen, langfristig ist es wohl anzuraten, um dein Spiel auf standfeste Füße zu stellen.

Wann sollte ich eine dritte Karte ziehen?

Beim Baccarat, das in den nicht virtuellen Spielbanken und im Online Casino gespielt wird, kannst du selbst keine Karten anfordern. Die ersten vier Karten – zwei für die Player Hand, zwei für die Banker Hand – werden automatisch ausgeteilt. Ob eine dritte Karte ausgeteilt wird, entscheidet allein das Regelwerk.

Es ist vergleichbar mit dem Spiel des Croupiers beim Blackjack. Hier gelten ebenfalls starre Regeln – mitunter ist der Croupier gezwungen, weiterzuspielen, obwohl er bereits gewonnen hätte, wenn er einfach aufhören könnte.

Wann ist Stand die richtige Wahl?

Wie das Ziehen der Karten liegt auch die Entscheidung, keine Karten zu ziehen, weder bei dir noch beim Croupier. Die Spielregeln geben vor, ob ein Stand erfolgt.

Dieser Umstand – dass außer deinem Tipp keine Entscheidungen mehr getroffen werden (müssen) – macht Baccarat für Anfänger so spielenswert. Wohl auch, weil der Hausvorteil selbst für Einsteiger niedrig ist (solange sie der Tie-Bet aus dem Weg gehen).

Was ist beim Baccarat mit „Natural“ gemeint?

Als „Natural“ werden Zwei-Karten-Hände bezeichnet, die auf einen Nennwert von 8 oder 9 Punkten kommen, zum Beispiel eine Kreuz-6 mit einer Herz-3, oder eine Pik-6 mit einer Karo-2. Diese Hände gewinnen automatisch, außer die andere Hand ist gleichwertig. In dem Fall kommt es zu einem Unentschieden (die Tie-Bet gewinnt).

Welche Hand gewinnt beim Baccarat?

Beim Baccarat besteht das Ziel darin, 9 Punkte zu erreichen – oder zumindest mehr Punkte als die andere Hand vorweisen kann. Eine Player Hand mit 2 Punkten gewinnt demnach, wenn der Banker selbst nach drei gezogenen Karten nicht über 1 Punkt hinauskommt.

Was ist ein Unentschieden?

Von einem Unentschieden ist die Rede, wenn die Player und Banker Hände gleich stark sind, also auf die gleiche Punktzahl kommen. In dem Fall gehen die Wetten auf Player und Banker verloren, die Tie-Bet gewinnt.

Wie hoch sind die Mindesteinsätze beim Baccarat?

Das hängt stark vom Online Casino und/oder der Spielbank ab, die du besuchst. Online starten die Limits bei 0,10 € für Tischspiele gegen den Computer, im Live Casino ist nicht mit Einsätzen unter 1 € zu rechnen. In nicht virtuellen Spielstätten gehen die Mindesteinsätze zum Teil erst bei 5 € oder gar 10 € los.

Was ist die höchstmögliche Punktzahl beim Baccarat?

Baccarat kennt nur Punktzahlen von 0 bis 9, daher ist die 9 auch die höchste Punktzahl. „Moment“, wirst du vielleicht einwenden wollen, „was ist, wenn die Player Hand aus einer Kreuz-9 und einer Herz-9 besteht? Sind das nicht 18 Punkte?“

Rechnerisch schon, beim Baccarat wird jedoch nur die Einerstelle berücksichtigt. Oder um es mit anderen Worten zu sagen: Liegt die Punktzahl rechnerisch bei mehr als 10 Punkten, kannst du 10 Punkte abziehen. 18 Punkte entsprechen beim Baccarat also 8 Punkten – ein „Natural“!

Kann ich gleichzeitig auf Banker und Player setzen?

Ja. Tatsächlich erlauben es Online Casinos und Spielbanken, dass du auf Banker und Player Hände gleichzeitig setzen kannst. Dir steht es sogar frei, die Tie-Bet ebenfalls mitzunehmen. Das wäre jedoch äußerst albern, würde es einen Verlust doch nahezu garantieren.

Doch auch ein gleichzeitiges Setzen auf Banker und Player ist nicht zu empfehlen. Zum einen verlierst du bei einem Tie beide Einsätze, zum anderen gewinnst du kein Geld. Noch dazu musst du bei einem Gewinn der Banker Bet eine Gebühr von 5 % abführen.

Verrückt: Diese Gebühr existiert auch bei Spielen, bei denen auf die Gebühr verzichtet wird. Sie ist lediglich versteckt. Bei Varianten wie EZ Baccarat bekommst du deinen Einsatz etwa nur zurück (ohne Gewinn), wenn der Croupier mit einer 7 gewinnt (selbst wenn du auf die Banker Hand gesetzt hast). Auf diese Weise wird der Hausvorteil wiederhergestellt.