Yggdrasil zieht sich aus Malta zurück

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Als einer der wichtigsten und am schnellsten wachsenden Software-Hersteller in der Online Glücksspielindustrie hat sich Yggdrasil in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Nun hat das Unternehmen verkündet, sein Studio auf der Mittelmeerinsel Malta zu schließen und dafür die bereits vorhandene Zweigstelle in Krakau in Polen zu verstärken.

Dieses Vorgehen kostet fast 30 Mitarbeiter in Malta den Arbeitsplatz, während knapp 20 weitere Mitarbeiter, zumindest vorerst weiter angestellt bleiben.

Mangel an lokalen Arbeitskräften als Grund angeführt

Wer Yggdrasils Werdegang verfolgt hat, dürfte einigermaßen überrascht von diesem Schritt sein. Die Glücksspielindustrie hat derzeit noch ihren klaren europäischen Mittelpunkt in Malta und Yggdrasil gehörte zu den Senkrechtstartern der Branche.

Seit der Gründung 2013 konnte das Unternehmen jede Menge Preise für Innovationen und als Aufsteiger abräumen. Dass Yggdrasil nun sein renommiertes Studio in Malta schließen muss, hat vor allen Dingen finanzielle Gründe.

Ein Sprecher für das Unternehmen führte vor allem fehlendes lokales Personal als Grund für den drastischen Schritt an. Da Yggdrasil, wie die meisten anderen Unternehmen in der Glücksspielbranche auch, sein Personal vor allem aus dem Ausland rekrutieren muss, fallen schon allein durch das Übernehmen der Umzüge hohe Kosten an.

Dazu kommen extrem steigende Mieten in Malta selbst, die hohe Personalkosten, weit über dem maltesischen Durchschnitt erfordern. Diese Entwicklung macht es für Yggdrasil zunehmend unattraktiv, das Studio in Malta weiter zu unterhalten.

Weitere Studios in Stockholm und Krakau

Yggdrasil unterhält neben dem Studio in Malta noch zwei weitere Zweigstellen in Stockholm und in Krakau. Insgesamt sind nach den Kündigungen in allen drei Studios noch etwa 260 Mitarbeiter beschäftigt.

Etwa 190 davon sind in der polnischen Niederlassung in Krakau angestellt. Dieses Studio soll nun die Rundumversorgung bewerkstelligen. Dazu gehören Kundenmanagement, Spielserverentwicklung und natürlich die Entwicklung der Spiele selbst.

Mit dem Schritt, das Personal in Malta drastisch zu reduzieren, reiht sich Yggdrasil in eine Reihe mehrerer Unternehmen in der Glücksspielbranche ein, die in letzter Zeit starke personelle Einschnitte machen mussten.

Mehrere Glücksspielunternehmen reduzieren Personal

Gerade in den letzten Monaten stand Yggdrasil wirklich nicht allein da, wenn es um Kündigungen in Malta und der Branche insgesamt ging.

Bereits im September haben drei weitere Firmen großen Teilen ihres Personals kündigen müssen. Den größten Schnitt machte dabei die Stars Group, die zu TSG Interactive Gaming Europe Ltd. gehört und seit 2017 in Malta operiert, musste 80 Mitarbeitern in Malta die Kündigung überreichen.

Global Gaming musste der Hälfte der Mitarbeiter in Malta kündigen, genauso wie Multilotto. Gerade letzteres Unternehmen war noch gar nicht so lange auf Malta tätig, bevor es nun 10 bis 15 Mitarbeiter entlassen musste.

Besonders pikant ist hier, dass die Mitarbeiter davon in einem Brief des Geschäftsführers erfuhren, der die Aufgabe der britischen und maltesischen Glücksspiellizenzen als Grund dafür anführte, dass die jeweiligen Stellen nicht länger benötigt würden.

Auch GIG, ein weiteres großes Unternehmen musste das firmeneigene Softwarestudio, das erst Ende 2017 in Marbella, Spanien etabliert wurde wieder schließen, was zur Entlassung von etwa 25 Mitarbeitern führte.

Ein schweres Jahr für die Glücksspielbranche in Malta

Während Malta immer als Mekka der Online Glücksspielbranche in Europa angesehen wurde, brachte das Jahr 2019 mehrere Hürden mit sich, die zu überspringen immer schwieriger zu werden scheinen.

Die immer strengeren Vorgaben der schwedischen und britischen Glücksspiellizenzen führten zu teils hohen Strafen und großer Verwirrung in der Branche. Viele Unternehmen monierten die Unklaren Regeln, die fast unweigerlich irgendwann zu Verstößen führten.

Und auch die Verhältnisse in Malta verschlechtern sich kontinuierlich. Stark ansteigende Mietpreise und steigende Lebenserhaltungskosten insgesamt, führen dazu, dass der kleine Mittelmeerstaat nicht mehr das rentable Hauptquartier für die Glücksspielbranche ist, das es einmal war.

Die hohen Kosten für das Personal führen dazu, dass immer weniger talentierte Personen gewillt sind, nach Malta umzuziehen. Und sollte sich doch jemand für einen Umzug entscheiden, muss das Gehalt den Lebensumständen angepasst werden. Dadurch entstehen den Unternehmen höhere Kosten, die sich nicht nur im Fall Yggdrasil nun nicht mehr zu rentieren scheinen.

Wird Yggdrasil seine positive Entwicklung dennoch fortsetzen können?

Trotz der starken Reduzierung des Personals in Malta muss man sich um Yggdrasil wohl keine Sorgen machen. Die Entwicklung innovativer und bahnbrechender Spiele wird im Studio in Krakau fortgesetzt und auch der Preisregen scheint nicht abzureißen.

Allein in diesem Jahr konnte der Entwickler seiner beeindruckenden Sammlung zwei weitere prestigeträchtige Preise hinzufügen. Mit zwei Preisen in der Kategorie Innovation und Innovator bei den EGR Awards und den International Gaming Awards bleibt Yggdrasil seinem Ruf treu, einer der einfallsreichsten Entwickler der Branche zu sein.

Es dürfte interessant sein, die Entwicklung der Glücksspielbranche in Malta weiter zu beobachten.